Vitamin A

Wichtig für Augen, Haut und Schleimhäute 

Geschätzte Lesedauer: 3:30 Min.

„Vitamin A: Das A steht für Augenvitamin“ – solche Assoziationen hört man im Volksmund oft. Dies ist auch richtig, da Vitamin A tatsächlich zur Erhaltung der normalen Sehkraft beiträgt. Allerdings unterstützt das essentielle Vitamin viel mehr als nur die Sehkraft. So trägt Vitamin A u.a. auch zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei und hat eine Funktion bei der Zellspezialisierung.

Wir klären für Sie alle Fragen rund um das Thema Vitamin A:

Was ist Vitamin A?

Vitamin A ist ein Sammelbegriff für eine Vielzahl von Stoffen, die im Körper ähnlich wirken. Auch bekannt ist es unter dem Namen Retinol, was die Transportform von Vitamin A im Körper darstellt.

Vitamin A zählt zu den fettlöslichen Vitaminen. Es ist für den Menschen essenziell, kann aber nicht selbst hergestellt werden. Darum muss Vitamin A über die Ernährung aufgenommen und kann anschließend vom Körper gespeichert werden.

Eine Vorstufe von Vitamin A ist das antioxidative Beta-Carotin, auch Provitamin A genannt. Es wird im Körper in Vitamin A umgewandelt. Dabei entspricht 1 Milligramm Retinol ungefähr 6 Milligramm Beta-Carotin.

Für was ist Vitamin A gut?

Vitamin A ist essenziell für gutes Sehvermögen, insbesondere nachts. Denn in Form von Retinal ist es Teil des Sehpurpurs der Netzhaut und hilft dadurch, zwischen Hell und Dunkel zu unterscheiden. Das erklärt, wieso Nachblindheit ein frühes Anzeichen für einen Vitamin-A-Mangel darstellt. Zur Erhaltung der normalen Sehkraft sollte der Vitamin-A-Tagesbedarf daher gedeckt sein.

Eine weitere zentrale Aufgabe von Vitamin A ist das Wachstum und die Regeneration der Zellen. Das ist natürlich vor allem für gesunde Schleimhäute und eine schöne Haut wichtig. So wird beispielsweise die Elastizität der Haut durch die aus Retinol gewonnene Vitamin-A-Säure (Retinsäure) erhalten – ein Grund, warum es auch in Hautcremes zu finden ist. Aber Vitamin A ist mehr als nur ein „Schönheitsvitamin“. Auch Nervenzellen, Fortpflanzungszellen und die gesunde Entwicklung eines Embryos betrifft die zellregulierende Funktion des Vitamins.

Zudem trägt Vitamin A zur normalen Funktion des Immunsystems und Eisenstoffwechsels bei und hat somit auch Auswirkungen auf Knochen, Knorpel, Zähne und Blutkörperchen.

Kurz und knapp: Vitamin A unterstützt die

  • Sehkraft
  • Zellspezialisierung, Haut und Schleimhäute
  • Funktion des Immunsystems
  • Funktion des Eisenstoffwechsels

Welche Lebensmittel enthalten Vitamin A?

In Form von Retinol kommt Vitamin A hauptsächlich in tierischen Produkten vor. Gute Vitamin-A-Lebensmittel sind zum Beispiel

  • Leber oder Leberwurst
  • Eigelb
  • Seefisch
  • Milchprodukte

Vor allem die Leber ist besonders reich an Retinol. Bereits mit einer kleinen Portion ist hier Ihr Vitamin-A-Tagesbedarf gedeckt.

Pflanzliche Lebensmittel enthalten die Vitamin-A-Vorstufe Beta-Carotin (Provitamin A). Reich an Provitamin A sind beispielweise:

Lebensmittel mit Beta-Carotin und Vitamin A
  • Karotten und Süßkartoffeln

  • Getrocknete Aprikosen

  • Grünkohl und Spinat

  • Petersilie

  • Rote Paprika

  • Brokkoli

Als Faustregel gilt oft: Alles, was schön orange, rot oder grün ist, enthält viel Provitamin A. Diese Farben verdanken wir den Carotinoiden. Einige Pflanzenstoffe können bei Stoffwechselprozessen in Vitamin A umgewandelt werden. Beta-Carotin besitzt die höchste Vitamin-A-Aktivität. Damit der Körper die Pflanzenstoffe leichter aufnehmen kann, sollten Carotinoide, zusammen mit einer kleinen Menge Fett verzehrt werden.

Wie hoch ist der Tagesbedarf an Vitamin A?

Der Tagesbedarf an Vitamin A (Retinol) liegt bei Männern bei 1,0 Milligramm pro Tag, bei Frauen bei 0,8 Milligramm pro Tag. Bei Kindern und Jugendlichen zwischen 15 und 19 Jahren liegt der Bedarf mit 1,1 (männlich) und 0,9 (weiblich) leicht darüber.

Für Schwangere, Stillende und Kinder gelten gesonderte Tagesbedarfswerte.

  Tagesbedarf an Vitamin A (Retinol)
Frauen 0,8 mg
Männer 1,0 mg
Mädchen (15-19 Jahre) 0,9 mg
Jungen (15-19) 1,1 mg

 

An pflanzlichem Beta-Carotin (Provitamin A) reichen in der Regel 15 Milligramm täglich aus, um den Vitamin-A-Tagesbedarf zu decken.

Vorsicht: Das fettlösliche Vitamin A aus tierischen Produkten wird im Körper gespeichert. Daher sollte die empfohlene Zufuhr nicht überschritten werden, um eine zu Überdosierung zu vermeiden. Das gilt vor allem für Frauen während der Schwangerschaft. Überschüssiges Provitamin A aus pflanzlichen Produkten hingegen kann problemlos ausgeschieden werden.

Was sind die Ursachen für einen Vitamin-A-Mangel?

Ein gravierender Vitamin-A-Mangel kommt in Industrienationen zum Glück selten vor und sollte in jedem Fall durch einen Arzt abgeklärt werden.Doch selbst eine leichte Unterversorgung kann das Wohlbefinden beeinflussen. Das muss nicht sein. Um sicherzugehen, dass Ihr Vitamin-A-Tagesbedarf gedeckt ist, sollten Sie folgende Risiken kennen:

  • Vitamin-A-arme Nahrung
  • Probleme bei der Aufnahme von Vitamin A
  • Stress
  • Wunden und Operationen
  • Viel Zeit vor Bildschirmen
  • Rauchen
  • Cholesterinsenkende Medikamente
  • Abführmittel

Zu den wichtigsten Ursachen, die zu Störungen im Vitamin-A-Haushalt führen können, gehört Stress. Auch Operationen und Wunden erhöhen den Vitamin-A-Bedarf, ebenso wie lange Sitzungen vor Computer- und Fernsehmonitoren. Auch Raucher sollten ihren Vitamin-A-Haushalt im Auge behalten. Das im Nikotinrauch enthaltene Cadmium kann den Abbau von Vitamin A beschleunigen und so zu einer Unterversorgung beitragen. Die Einnahme von cholesterinsenkenden Medikamenten und Abführmitteln verringert die Aufnahme von Vitamin A im Organismus.

Wie äußert sich ein Vitamin-A-Mangel?

Im Fall anhaltender Unterversorgung mit Retinol und Beta-Carotin kommt es zu Vitamin-A-Mangel, der in jedem Falle durch einen Arzt abgeklärt werden sollteDie Symptome können folgendermaßen aussehen:

  • Trockene Haut, Schleimhäute und Augen
  • Nachtblindheit bis hin zu Blindheit
  • Fortpflanzungsstörungen
  • Knochenschäden
  • Störungen des Immunsystems

Damit ein Mangel erst gar nicht entsteht sollte auf eine ausreichende Versorgung mit Vitamin A geachtet werden.

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Quellen:

Uli Burgerstein: Handbuch Nährstoffe, 12. Auflage, 2012. Trias, Stuttgart
Volker Schmiedel; QuickStart Nährstofftherapie, 2. Unv. Auflage 2014, Haug, Stuttgart
www.vitamine.com
www.apotheken-umschau.de/Vitaminlexikon
Heseker/Heseker: Die Nährstofftabelle, akt. 4. Auflage 2016/2017, DGE, Umschau
www.dge.de/wissenschaft/referenzwerte 

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