Vitamin B6

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„Die Nerven behalten“ dank Pyridoxin

Neben seiner wichtigen Funktion für zahlreiche zentrale Stoffwechselfunktionen, ist Vitamin B6 (oder Pyridoxin) auch ein bedeutender Bestandteil des Nervensystems. Sie möchten wissen, was für Aufgaben das essentielle Vitamin in Ihrem Körper noch verrichtet?

Erfahren Sie hier alles Wissenswerte zum Thema Vitamin B6:

  • Was ist Vitamin B6?
  • Wofür ist Vitamin B6 gut?
  • Welche Lebensmittel enthalten Vitamin B6?
  • Wie hoch ist der Tagesbedarf an Vitamin B6?
  • Was sind die Ursachen für einen Vitamin B6-Mangel?
  • Wie äußert sich ein Mangel an Vitamin B6?

Bleiben Sie bestens informiert – für Ihre Gesundheit.

Was ist Vitamin B6?

Das wasserlösliche Vitamin gehört zu den essenziellen Vitaminen und Coenzymen. Das heißt, Vitamin B6 kann nicht vom Körper gebildet werden, sondern muss über die Nahrung aufgenommen werden. Der Körper verfügt nur über eine begrenzte Speicherkapazität (etwa 100 mg) und scheidet restliche überschüssige Mengen über die Nieren aus. Darum ist eine tägliche Zufuhr unerlässlich, um eine Unterversorgung zu vermeiden.

Für was ist Vitamin B6 gut?

Vitamin B6 spielt eine Rolle für verschiedenste Stoffwechselprozesse. So ist es das wichtigste Coenzym im Aminosäuren-Stoffwechsel und trägt beispielsweise (zusammen mit Folsäure) zu einem normalen Homocysteinstoffwechsel bei. Auch Energie-, Eiweiß- und Fettstoffwechsel bedürfen Vitamin B6. Zudem ist Pyridoxin für die Bildung von Botenstoffen und Verbindungen im Nervensystem wichtig und trägt zur Regulierung des Hormontätigkeit bei sowie zur normalen Funktion des Immunsystem.

Kurz und knapp: Vitamin B6 gewährleistet eine normale Funktion von

  • Energiestoffwechsel
  • Nervensystem
  • Homocysteinstoffwechsel
  • Psyche
  • Immunsystem
  • Cystein-Synthese
  • Eiweiß- und Glycogenstoffwechsel
  • Regulierung der Hormontätigkeit
  • und der Bildung roten Blutkörperchen
  • sowie eine Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung

Welche Lebensmittel enthalten Vitamin B6?

Ihren Tagesbedarf an Vitamin B6 können Sie mit tierischen wie auch pflanzlichen Produkten decken. (Muskel-)Fleisch, Fisch, Hülsenfrüchte, Gemüse, Milchprodukte, Nüsse – gute Vitamin-B6-Lebensmittel gibt es viele. Die tierischen sind dabei allerdings tendenziell ergiebiger. Eine Auswahl an guten Pyridoxin-Lieferanten beinhaltet:

Lebensmittel mit viel Vitamin B6
  • Hühnerbrust

  • Sardinen

  • Linsen und Kartoffeln

  • Spinat und Kohlgemüse (Rosenkohl, Brokkoli)

  • Brie

  • Avocado

  • Nüsse

Tipp: Lagern Sie Ihre Vitamin-B6-haltigen Lebensmittel (sonnen-)lichtgeschützt und achten Sie auf eine schonende Garmethode, um möglichst wenig des hitzeempfindlichen und wasserlöslichen Pyridoxin zu verlieren.

Wie hoch ist der Tagesbedarf an Vitamin B6?

Vitamin B6 muss dem Körper täglich zugeführt werden, da er Pyridoxin nicht in großen Mengen speichern kann.

Der empfohlene Tagesbedarf ist bereits ab einem Alter von 15 Jahren gleichbleibend und nimmt auch im hohen Alter nicht ab. Er liegt bei Männern bei 1,6 Milligramm, bei Frauen bei 1,4 Milligramm. In der Schwangerschaft und Stillzeit erhöht sich die empfohlene Zufuhr auf bis zu 1,8 Milligramm. Kinder hingegen bedürfen weniger Vitamin B6.

  Tagesbedarf an Vitamin B6 (Pyridoxin)
Frauen 1,4 mg
Männer 1,6 mg
Schwangere (1. Trimester) 1,5 mg
Schwangere (2./3. Trimester) 1,8 mg
Stillende 1,6 mg

 

Zu viel des Guten? Da es sich bei Pyridoxin um ein wasserlösliches Vitamin handelt, ist ein Überschuss kaum möglich, er wird über den Urin ausgeschieden. Lediglich bei langfristiger Vitamin-B6-Überdosierung durch Nahrungszusätze kann es zu Nebenwirkungen kommen. Diese können in Form von Nervenstörungen und entsprechenden Gehbeschwerden sowie Sonnenempfindlichkeit und Hautausschlägen auftreten.

Was sind die Ursachen für einen Vitamin B6-Mangel?

Wer sich ausgewogen ernährt, läuft kaum Gefahr, zu wenig Vitamin B6 aufzunehmen. Dennoch gibt es Faktoren, die das Risiko erhöhen:

  • Mangelernährung
  • Alkoholismus
  • Hormonelle Verhütungsmittel
  • Antidepressiva
  • Krampflösende Mittel
  • Erhöhte Eiweißzufuhr
  • Kinder- und Jugendalter
  • Schwangerschaft
  • Chronische Herz-Kreislauf-Krankheiten
  • Asthma
  • Diabetes
  • Rheumatische Arthritis
  • Chronische Verdauungskrankheiten

Wie jede Vitaminunterversorgung wird auch ein Vitamin-B6-Mangel durch eine mangelhafte Ernährung begünstigt. Weitere häufige Feinde einer guten Vitaminversorgung sind der zu erhöhter Verwertung führende Alkoholmissbrauch und eine verschlechterte Aufnahme durch Verdauungsstörungen. Aber auch hormonelle Verhütungsmittel oder andere Medikamente haben negativen Einfluss auf den Vitamin-B6-Status. 

Ebenso erschwert ein erhöhter Bedarf die ausreichende Versorgung. Dafür kann es einige Gründe geben: Wer viel Eiweiß zu sich nimmt, sollte auch seine Vitamin-B6-Zufuhr steigern, da es am Eiweißstoffwechsel beteiligt ist. Wegen seiner wichtigen Rolle bei Wachstumsprozessen ist eine gute Versorgung für Kinder und Jugendliche besonders wichtig. Auch während der Schwangerschaft ist der Bedarf an Vitamin B6 erhöht, ebenso wie bei chronischen Erkrankungen an Herz und Kreislauf, Asthma, Diabetes oder rheumatischer Arthritis.

Gut zu wissen: Bei einem Vitamin B6-Mangel, sollte auch die Versorgung mit Vitamin B3 im Blick behalten werden, da körpereigenen Vitamin-B3-Produktion Pyridoxin benötigt wird. Generell sollte ein Mangel immer durch einen Arzt abgeklärt und behandelt werden. Damit erst gar kein Mangel entsteht, sollte auf eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung sowie eine gesunde Lebensweise geachtet werden.

Wie äußert sich ein Vitamin B6 Mangel?

Bereits ein leichter Mangelkann sich äußern durch:

  • Hautprobleme
  • Lichtempfindlichkeit
  • Magen-Darm-Beschwerden
  • Rissige Mundwinkel
  • Müdigkeit
  • Immunschwäche
  • Wachstumsstörungen
  • Menstruationsbeschwerden


Seltener, aber dennoch möglich ist eine langfristige Mangel. Symptome sind hierbei:

  • Schuppende Hautausschläge
  • Nervenstörungen und Taubheitsgefühle
  • Leberprobleme
  • Blutarmut
  • Verwirrtheit
  • Störungen der Eisen-, Kalzium- und Magnesiumverwertung


Bei Säuglingen kann es zudem zu Krämpfen, Zittern und Bewegungsstörungen kommen. Generell sollte ein Mangel immer durch einen Arzt abgeklärt und behandelt werden. Damit erst gar kein Mangel entsteht, sollte auf eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung sowie eine gesunde Lebensweise geachtet werden

Wie viel Vitamin B6 steckt in den EUNOVA® Produkten?

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EUNOVA® Langzeit 4,2 mg 300 %
EUNOVA® Langzeit+ 4,2 mg 300 %
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Quellen:

Uli Burgerstein: Handbuch Nährstoffe, 12. Auflage, 2012. Trias, Stuttgart
Volker Schmiedel; QuickStart Nährstofftherapie, 2. Unv. Auflage 2014, Haug, Stuttgart
www.vitamine.com
www.apotheken-umschau.de/Vitaminlexikon
Heseker/Heseker: Die Nährstofftabelle, akt. 4. Auflage 2016/2017, DGE, Umschau
www.dge.de/wissenschaft/referenzwerte